Veranstaltungen

Mi. | 26.08.2026 | 11 Uhr
WAS WAR, WAS IST? – Fragmente einer Absicht
Ausstellungeröffnung
Im Industriekomplex Böhlen-Espenhain wurden in der Zeit des Nationalsozialismus  Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus mindestens 13 Ländern eingesetzt, um Treibstoffe für den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg zu produzieren. Die Menschen arbeiteten zwischen 1939 und 1945 im nahegelegenen Braunkohlen- und Benzinwerk der Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW) und der Braunkohlen-Benzin AG (Brabag). Verschiedene Menschen mussten in Böhlen Zwangsarbeit leisten: dienstverpflichtete Deutsche, Justizgefangene, zivile ausländische Arbeitskräfte sowie Arbeitserziehungs- und KZ-Häftlinge. Zwischen 321 und 448 Personen überlebten die Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die Kriegshandlungen nicht. Heute erinnert wenig an ihr Schicksal.
Eine Initiative aus dem Verein GERÄUSCHKULISSE e.V. und TELESKOP – Studio for Aural Arts arbeitet nun daran, diese Lücke zu schließen. In ihrem aktuellen Projekt „WAS WAR, WAS IST? – Fragmente einer Absicht“ entsteht eine audiovisuelle Ausstellung, die ab 26. August 2026 auf dem Platz des Friedens in Böhlen zu sehen sein wird und informativ wie künstlerisch auf dieses Kapitel der regionalen Geschichte aufmerksam macht. Beteiligte aus Wissenschaft, der Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig und der Gedenkstätte Buchenwald, Künstlerinnen und Jugendliche aus mehreren Schulklassen wirken an den Inhalten der Ausstellung mit.
Ort: Platz des Friedens, 04564 Böhlen


Fr. | 28.08.2026 | 16 Uhr
26. Bergmanns-Stammtisch in Borna
Ort: Martin-Luther-Platz, 04552 Borna
Im Rahmen des Stadtfestes 775 Jahre Borna, inklusive feierlicher Enthüllung der sechsten Tafel des Bergbaupfades Borna.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail unter oberbuergermeister [at] borna.de an.


Mi. | 16.09.2026 | 18 Uhr
Wyhra: Eine Ortsgeschichte in Geschichten
Dr. Hans-Jürgen Ketzer
Eine Stadt mit geSCHICHTEN geht auf Vortragsreise - 775 Jahre Borna
Geschichtenhof Wyhra,  Benndorfer Weg 3, 04552 Borna OT Wyhra
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €


Mi. | 07.10.2026 | 18 Uhr
Borna 1813 – im Schatten der Völkerschlacht
Eine Stadt mit geSCHICHTEN geht auf Vortragsreise - 775 Jahre Borna
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €
Ort: Kunigundenkirche, Kunigundengasse, 04552 Borna


Sa. | 10.10.2026 | 13 – ca. 17 Uhr
Vom Tagebau zum Freizeitparadies
Braunkohlengruben, abgebaggerte Orte, Umweltbewegung, neue Landschaft und Tourismus – bei der Wanderung zwischen Störmthaler und Markleeberger See wird, begleitet von Zeitzeugen, die Entstehung des Leipziger Neuseenlands nachempfunden. Höhepunkt wird die Besteigung der Zentraldeponie Cröbern sein. Von dort hat man einen guten Rundumblick auf die Entwicklung der letzten 30 Jahre.
Veranstaltung in Kooperation mit dem Bergbau-Technik-Park e.V. und dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig im Rahmen der Sonderausstellung "Sonne. Satt. Sommer in Leipzig" (ab 29.04.2026)
Treff- und Endpunkt: Parkplatz Auenhain, Oberer Uferweg, 04416 Markkleeberg
Wegstrecke insgesamt: ca. 7 km
Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk, wettergeeignete Kleidung und ausreichend Wasser. Im Bergbau-Technik-Park können Toiletten genutzt werden.
Kosten: 5 € (Nur Barzahlung möglich.)
Anmeldung: bis zum 7.10.2026 an Ida.Mahlburg@dokmitt.de, begrenzte Teilnehmeranzahl


Mi. | 04.11.2026 | 18 Uhr
Südraum Blues – wir waren Bergmann, wer war mehr?
Bildvortrag von Christian Bedeschinski

Schwarz-weiß Fotografie von einem Stempel für Kohlebriketts mit der Aufschrift Phönix. Phönix, Foto: Christian Bedeschinski.

Was hat der Blues im Leipziger Südraum verloren? Rund einhundert Jahre nach dem Aufkommen dieser Musikrichtung in den Südstaaten der USA, die auch eine Befindlichkeit beschreibt, überkam den von der Braunkohlenindustrie geprägten Südraum in den 1990er Jahren ein durchaus ähnliches Gefühl. Den Takt dazu gaben die Eimerketten der Bagger und das noch beständige Wummern der Brikettpressen vor.
Als sich für den West-Berliner Fotografen Christian Bedeschinski Ende 1989 erstmalig die Chance bot, die DDR-Braukohlenindustrie Mitteldeutschlands zu besuchen, führte ihn sein Weg zunächst nach Bitterfeld. Instinktiv getrieben von seinem untrüglichen „Fotobauch“, wurde der Südraum Leipzig ab 1990 ein Schwerpunkt fotografischer Betrachtungen. Es entstanden bis 1999 neben tausenden Color-Mittelformatdias auch unzählige Schwarzweiß-Aufnahmen.
Schwarzweiß, ein Medium, welches ohne blauen Himmel, wohl am besten geeignet ist, objektiv und authentisch den Strukturwandel in Szene zu setzen. Als das „Glück auf“ der Bergleute, Kraftwerker und Brikettierer nicht selten einer Sprachlosigkeit gewichen war, veröffentlichte Bedeschinski 1995 seinen ersten Fotoband „Ein-Blicke – Industriekultur im Osten Deutschlands“. Dass die Zeit dafür noch nicht reif war, konnten freilich am ehesten die darin Handelnden erkennen, die vielfach zeitgleich ihre zuvor mit viel Mühe am Laufen gehaltene Bergbau-Vergangenheit abwickelten und abbrachen.
Es gab gottlob auch Zuversicht und erhaltenswerte industrielle Kerne. Diese Aufbruchstimmung wäre jedoch Gegenstand eines ganz anderen Foto-Vortrags unter blauem Himmel. Reisen Sie mit in ein fotografisches Gefühl, erleben Sie den „Blues“ im Südraum der Neunzigerjahre.

Eine Stadt mit geSCHICHTEN geht auf Vortragsreise - 775 Jahre Borna
Dokumentationszentrum zur Regional- und Wirtschaftsgeschichte Sachsens, Jahnstraße, 04552 Borna
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €


Do. | 03.12.2026 | 10–13 Uhr
Barbarafeier des Bergmanns-Stammtisches Borna
Ort: Gaststätte des Hotels „Drei Rosen", Bahnhofstraße 67, 04552 Borna
Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail unter oberbuergermeister [at] borna.de an.



DOKMitt e.V.
Förderverein zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland
Bahnhofstraße 32
04552 Borna

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